Mehr als ein Hauch High-Society
Promitreff in Ückendorf mit Ute Ohoven


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(Fotos: Brigitte Schweingruber/ 2004)


Glamour in den tiefen Süden von Gelsenkirchen brachte die Benefiz-Queen Ute-Henriette Ohoven. Eigentlich beansprucht ja das feine Buer eine gewisse Nobless, aber am 20.Oktober 2004 war unangefochten Haus Witte am Ückendorfer Platz der Promi-Treff Nummer 1 in Gelsenkirchen. Der Stadtspiegel Gelsenkirchen lud um 15.30 Uhr seine Leserinnen zu einer Plauderstunde mit der sehr engagierten Dame ein und ein Team-Mitglied von Ge-Buer.com war auch mit dabei.

Natürlich wollten alle Teilnehmerinnen (und nur solche waren es) Chanel, teuren Schmuck und modische Accessoirs mit einer super gepflegten Prominenten-Lady sehen, die über berühmte Künstler und Größen aus Politik und Adel so nebenbei plaudert. Dies bekamen sie auch geboten, aber schon nach ganz kurzer Zeit änderte sich das Interesse merklich. Frau Ohoven erzählte über ihre Arbeit als UNESCO-Botschafterin (Kinder in Not) und Präsidentin der Hannelore Kohl-Stiftung (Unfallopfer mit Schäden des Zentralen Nervensystems ZNS). Das zog alle Frauen in den Bann. Frau Ohovens Offenheit im Gespräch, auch in den privaten Bereichen, machte ihr Anliegen für die Zuhörerinnen besonders glaubwürdig. Eine spannende Stunde voll mit Berichten rund um den Globus ging viel zu schnell vorbei.

Keine Frage, Frau Ohoven ist auf "ewiger Betteltour", um für ihr Anliegen im Wohltätigkeitsbereich zu werben. Ihre eigene Präsenz ist dabei gefragt, um den Wohlhabenden das Geld praktisch aus der Tasche zu ziehen und sie für den guten Zweck zu überzeugen. Ute-Henriette Ohoven akzeptiert dabei alle Seiten der Gesellschaft. Reich sein ist schön, bringt aber auch eine gewisse Verpflichtung für die Allgemeinheit mit sich (die sie selbst bestens erfüllt). Die Motivation der Spender ist Frau Ohoven gleich. Ob Gewissensberuhigung oder ehrliche Anteilnahme. Den Kindern, denen das Geld zugute kommt, ist es schließlich auch egal. Ihnen geht es nur um das tägliche Überleben auf der Straße und sie können sich über diese Details keine Gedanken machen. Ein Tag ohne Hunger und Angst, für eine Nacht einen sicheren Platz zu haben, sich nicht prostituieren zu müssen ... das ist purer Luxes für viele Kinder und Jugendliche dieser Welt. Die eigenen Erlebnisse, die Ute-Henriette Ohoven anschaulich beschreibt, lassen die Zuhörerinnen ahnen, daß 20 Jahre humanitäre Tätigkeit keineswegs spurlos an der Charity-Lady vorbei gegangen sind. Viele Bilder aus Äthiopien oder dem Sudan wird sie nie vergessen. Sie geben ihr aber die Kraft, weiter zu arbeiten und die Gewissheit, mit ihrem Einsatz eine Veränderung der unvorstellbaren Zustände zu schaffen.

Dazu fehlt ihr Geld ! Viel Geld und ein Event im Jahr sind ein Garant für gute Einnahmen.
Die gebürtige Tübingerin hat am 6.November 2004 im Swissôtel in Neuss die 20. UNESCO-Gala mit internationalen Künstlern (Montserrat Caballe mit Tochter Montserrat Martin, Lisa Stanfield ), hochkarätiger Prominenz (Thomas Borer-Fielding mit Ehefrau Shawne, Linda Evangelista, Jehan Sadat, Wladimir Klitschko) und mehreren Friedensnobelpreisträgern (Dr. Oscar Arias -1987-, Rigoberta Menchù -1992-) eröffnet. Moderatoren waren Carmen Nebel und Johannes B. Kerner. Frau Ohoven konnte die Rekord-Einnahme von 2,45 Mio.  verbuchen. Den größten Spenden-Scheck mit 1,15 Mio.   überbrachte (wie schon im vorigen Jahr) übrigens Manager Willi Weber im Auftrag des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher. Markus Jerger (Frau Ohovens Sohn) brachte eine Spendensammlung in Höhe von 100.000 Franken aus der Schweiz mit.

Auch Preise wurde an die Prominenz vergeben. Phil Collins bekam den UNESCO-Preis für sein Engagement und Heather Mills McCartney (war leider ohne Paul da) wurde für ihren Einsatz für Opfer von Landminen geehrt. Damit trat sie in die Fußstapfen von Prinzessin Diana, die half diese tückischen Gefahren weltweit publik zu machen.

Als ob das alles noch nicht genug Arbeit wäre, nahm Frau Ohoven auf ausdrückliche Bitte von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl am 03. 06. 2002 die Präsidentschaft der Hannelore-Kohl-Stiftung an ( www.hannelore-kohl-stiftung.de ). Ein Besuch in einer Rehabilitations-Klinik für Unfallopfer mit Schäden des Zentralen Nervensystems überzeugte sie, diese zusätzliche Aufgabe zu übernehmen. Unfallopfer kann jeder zu jedem Zeitpunkt werden. Als Verkehrs-, Arbeits- oder Sportunfallopfer. Selbst der eigene Haushalt birgt Gefahren, besonders für Kleinkinder. Viele Gefahrenquellen werden allzu oft leichtsinnig übersehen. Schwersten Kopfverletzungen sind die Folge und die Patienten müssen in Spezialkliniken betreut werden. Menschen, die aus einem Koma erwachen, lernen dort mühsam mit ihrem eigenen Körper wieder umzugehen. Alles, was vorher selbstverständlich war, ist nun nicht mehr möglich. Für Ute-Henriette Ohoven ist deshalb die Prävention überaus wichtig. Unfälle vermeiden und so die Opferrate verringern. Die Aufklärung ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.

Vor Öffentlichkeit hat Ute-Henriette Ohoven keine Scheu. Die Vita der heute 58 jährigen liest sich ebenso spannend wie ihr aktionsreiches Leben heute. Mit 6 Geschwistern wuchs sie als Tochter des Textilfabrikanten Manfred Johannes Ulmer auf. Mit 16 Jahren absolvierte sie eine Schneiderlehre im elterlichen Betrieb und arbeitete weiter als Modedesignerin, Fotomodell und Mannequin. Mit 19 Jahren (ja Sie lesen richtig) heiratet sie und bekam 3 Kinder. 1976 lernte sie ihren jetzigen Mann, den Investmantbanker Mario Ohoven in Baden-Baden kennen, ließ sich scheiden und bekam noch eine Tochter, Chiara. In Fernsehberichten und Talkshows ( Radio Bremen, Menschen bei Maischberger) gibt sie zwar freimütig Auskunft über ihr Leben, doch dabei darf aber ihre Arbeit für die UNESCO und die ZNS nicht zu kurz kommen. ( www.ute-ohoven.de )

Schließlich wurde die UNESCO auf Ute-Henriette Ohoven aufmerksam. Durch ihre Mithilfe entstand das erste Knochenmarkspendenregister in Deutschland. Zuerst nur UNESCO- Botschafterin des "Guten Willens", ab 1994 zur weltweit einzigen Sonderbotschafterin ernannt, verantwortet sie in dieser Eigenschaft die Aktion "UNESCO - Bildung für Kinder in Not" ( www.unesco-kinder.de ).

Ehrungen gab es ebenfalls reichlich. Von einem führenden Printmagazin wurde sie zu den 100 einflussreichsten Frauen Europas gewählt. Die Picasso Medaille in Gold der UNESCO, das Bundesverdienstkreuz und der höchste Orden der Republik Senegal (sie ist dort auch Generalkonsulin) wurden ihr verliehen.

Als Ehrenbürgerin der brasilianischen Stadt Belo Horizonte besitzt sie seit September 2002 die Ehrendoktorwürde der dortigen Universität.

Ganz schön viel Leben für eine Mutter von 4 Kindern und ganz schön viel Prominenz für den "Süden" und dem Promi-Treff beim Stadtspiegel Gelsenkirchen.
Die Zeit in Ückendorf war natürlich viel zu kurz, und wir hoffen Frau Ohoven wieder zu treffen, um ihren spannenden, tragischen aber auch privaten Geschichten lauschen zu können.

So, liebe Besucher unserer Web-Seite ! Nach diesem formidablen Artikel wollen Sie doch bestimmt auch mal "in die Tasche" packen und Frau Ute-Henriette Ohovens Arbeit Unterstützen. Wenn Mareike Amado im Senegal seit Jahren eine Geburtsstation unterstützt, Vicky Leandros sich nicht zu schade ist, Benefiz-Konzerte zu geben, werden Sie auch einen kleinen Betrag leisten wollen. Wir wissen um Ihr unbändiges Verlangen, zu spenden !


Hier ist die Möglichkeit und vielen herzlichen Dank !
Ihr Ge-Buer.com -Team.

 

ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Kto. 3000 3800
Sparkasse Bonn (BLZ: 380 500 00)


Stiftung UNESCO
Kto. 34 80 100
Commerzbank AG Düsseldorf (BLZ: 300 400 00)

 

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